“Morgen komm ich später rein” in der Fachpresse, in Korea – und eine Umfrage zur Easy Economy

Nach vielen Publikums- und Wirtschaftszeitschriften hat nun auch die Fachpresse “Morgen komm ich später rein” entdeckt. Beim Zusammenfassungsdienst getAbstract, der Sachbücher vor allem für viel beschäftigte Führungskräfte auf ein Executive Summary eindampft, ist es in der Top-Ten Liste gelandet.
Die Zeitschrift F&E-Manager, die sich an Leser aus dem Bereich Forschung und Entwicklung wendet, hat mich interviewt und das Gespräch recht groß gebracht (inklusive eines bislang unveröffentlichten Fotos von mir in Thailand). Die Österreichische Wirtschaftszeitschrift mit dem etwas unseriös klingenden Namen Top-Gewinn (ist natürlich in Wahrheit top-seriös und die monatliche Abo-Beilage von Gewinn) brachte ebenfalls ein Interview mit mir.
Schließlich: Die Fachpublikation ManagerSeminare widmet Easy Economy und Freianstellung die Titelstory ihrer aktuellen Ausgabe, hat Auszüge daraus auch als Podcast veröffentlicht und außerdem ihre Leser befragt, was sie von dem Thema halten. Das Ergebnis ist sehr kontrovers …
PRO – Vorteile flexibler Arbeitszeiten und -stätten:
60 Prozent der Leser von ManagerSeminare sind der Meinung, dass sich dank Freianstellung Beruf, Familie und Freizeit optimal verknüpfen lassen und sich dadurch eine höhere Lebensqualität erreichen lässt. 57 Prozent denken, dass Kreativität und Innovationsgeist durch mehr Flexibilität und Freiheit stimuliert werden. Immerhin 42 Prozent glauben, durch wegfallende Anfahrtswege ins Büro werde Zeit gespart und die Umwelt geschont. 40 Prozent sagen: Durch Freianstellungen lassen sich Kosen für Immobilien und Infrastruktur sparen.
CONTRA – Gefahren der Freianstellung:
58 Prozent der Leser von ManagerSeminare sieht durch die Easy Economy das Konzept des Feierabends perdu und Selbstausbeutung drohen. 38 Prozent glauben: Wer zu Hause arbeitet, hat nicht unbedingt seine Ruhe. 37 Prozent fürchten, dass Freianstellungen Neid und Unzufriedenheit schüren, weil sie nicht für alle Berufsgruppen möglich sind. Ebenfalls 37 Prozent sehen Faulenzen und Produktivitätseinbrüche programmiert, weil nicht alle Mitarbeiter mit weniger Kontrolle klarkommen. Und immerhin 34 Prozent prognostizieren, dass in der Freianstellung die Indentifikation mit Team und Unternehmen nachlässt.
PRO oder CONTRA: Was denkt Ihr / denken Sie? Wer hat recht?
Das beste kommt zum Schluss: Ich habe mich besonders über einen Brief meines Verlages gefreut, der mich vor ein paar Tagen erreichte – “Morgen komm ich später rein” ist gerade zum ersten Mal ins Ausland verkauft worden, und zwar ausgerechnet nach Korea. Der Verlag Bizmap wird es im Frühjahr 2010 veröffentlichen. Ich verspreche, das Cover gleich hier zu veröffentlichen, sobald ich es zu sehen bekomme.
Offenbar ist das Interesse von Lesern in Seoul an hiesigen Themen gar nicht so ungewöhnlich – immerhin gelte Korea ja als “das Deutschland Asiens”, so kommentierte jedenfalls der kluge und freundliche Arbeitsexperte Werner Eichhorst meine spontane Begeisterung. Das erklärt natürlich alles – so wie ja auch der Lachs “das Schwein des Meeres” ist und – kein Witz, ein Freund hat sich da neulich eingelesen – Sandelholz offenbar “das Mehl des Parfums”. Freue mich über weitere Beispiele ähnlich aussagekräftiger Metaphern.