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von Markus Albers

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Meconomy mehr als 3700 Mal verkauft: Darum jetzt nur noch 3.99 Euro

Gut, jetzt ist es also soweit. Ich finde, ich muss mal etwas zurückgeben, ein Dankeschön.

Als ich im Januar 2010 mein neues Buch Meconomy selbst veröffentlicht habe, also nicht bei einem großen Verlag, wie den Vorgänger, wusste ich nicht, ob ich mich damit vielleicht lächerlich mache. Es gab Meconomy zunächst nur elektronisch – würde jemand ein ganzes Buch auf dem iPhone lesen, auf dem Rechner oder einem anderen Bildschirm? Nach etwa zwei Monaten folgte die Print-On-Demand-Fassung auf Papier, aber auch hier war unklar – würden die Leser ein Buch kaufen, das in keiner Buchhandlung ausliegt und auf dessen Titel kein renommierter Verlagsname prangt?

Ich habe damals ziemlich viele Interviews zu dem Thema gegeben und immer gesagt: Wenn ich 50 Exemplare von Meconomy verkaufe, ist das Experiment gescheitert. Wenn ich 500 verkaufe, habe ich so in etwa den Break-Even erreicht. Und wenn ich mehr als 1000 verkaufe, gibt es Champagner. Die Flasche hätte ich irgendwann köpfen können, aber weil immer so viel zu tun ist, habe ich das schlicht vergessen.

Stattdessen nehme ich eine andere Zahl zum Anlass, Euch – also den Lesern des Buchs und dieses Blogs – zu danken. Ich habe neulich meine Verkaufsstatistik aktualisiert und festgestellt:

Es wurden bisher mehr als 3700 Exemplare der deutschen Ausgabe von Meconomy verkauft. Also, noch mal in Worten: Dreitausendsiebenhundert.

Das gilt für alle Formate zusammen, also PDF, EPUB, iPhone- und iPad-App, PoD, Kindle, Hörbuch. Als es noch zwischen 1000 und 2000 Exemplaren waren, habe ich in Interviews immer gesagt, das sei doch „ganz respektabel“. Jetzt sage ich: “Yeah!”

Man muss nämlich wissen, dass von populären Wirtschaftssachbüchern wie Meconomy in der Regel keine hunderttausende Exemplare verkauft werden. Mein Erstling, „Morgen komm ich später rein“ hat seit Erscheinen Ende 1998 knapp 5000 verkauft. Und das war ein Wirtschaftsbestseller (laut Charts des Manager Magazin). Insofern spielt Meconomy inzwischen durchaus in der Bundesliga mit.

Man muss außerdem bedenken, dass es bei den elektronischen Ausgaben von Meconomy keinerlei Kopierschutz gibt. Wer sich das PDF oder EPUB kauft, kann es theoretisch beliebig oft weitergeben. Ich habe das absichtlich so gemacht, weil ich nicht an Kopierschutz glaube, und weil ich möchte, dass die Ideen von Meconomy sich so weit wie möglich verbreiten. Trotzdem kann man konservativ rechnen, dass die Leserzahl des Buches vermutlich ein Vielfaches der Käuferzahl darstellt.

Was nun? Ich habe immer gesagt: E-Books sind in Deutschland zu teuer. Es gibt keinen Grund, für ein digitales Produkt, dessen Grenzkosten in Herstellung und Vertrieb gegen Null gehen, genau so viel zu verlangen wie für ein physisches, das produziert, vertrieben, gelagert und im Handel präsentiert werden muss. Darum kostete Meconomy digital auch nur 9.99 Euro (auf Papier 16.90 Euro – immer noch knapp zwei Euro günstiger als mein Erstling).

Weil ich aber inzwischen meine Investitionen in Meconomy (Lektorat, Gestaltung, technische Dienstleiter, etc.) wieder eingespielt habe (die Arbeitszeit des Schreibens entlohnt zu bekommen, klappt in der Regel mit Büchern sowieso nicht), möchte ich die 3700er-Grenze einfach mal ganz willkürlich zum Anlass nehmen, einen Schritt weiter zu gehen – zumindest auf dem Vertriebsweg, den ich komplett in der Hand habe.

Kurz gesagt: Meconomy kostet als PDF-Download von meiner Website ab sofort nicht mehr 9.99, sondern 3.99 Euro. So.

Ein paar Kosten und einen gewissen Aufwand habe ich mit der ganzen Sache immer noch. Außerdem soll das E-Book selbst schon einen Wert haben. Darum möchte ich es nicht noch günstiger machen, sonst wird es billig. Und billig ist blöd. Außerdem will Smashwords kürzlich herausgefunden haben, dass 3.99 der ideale Preis für ein selbst publiziertes E-Book ist. Für 3.99 Euro kann man sich ein Buch auch mal zulegen, wenn man nur mal hineinschauen möchte. Oder wenn es für Studium interessant sein könnte. Oder als kleines Geschenk für einen Freund …

Dasselbe gilt fürs Hörbuch. Auch hier senke ich den Preis dramatisch von 12.90 auf  3.95 Euro. Und das Bundle aus beidem, also Hörbuch und PDF kostet nicht mehr 19.90, sondern 6.99 Euro.

So, das war’s schon. Ich möchte Danke sagen. Und Ihr sagt es vielleicht weiter. Das wäre nett.

P.S. Eine Ergänzung gibt es doch noch: Mein Erstling “Morgen komm ich später rein” ist vom Verlag Campus auch gerade stark im Preis reduziert worden: Statt wie bisher 18.90 kostet die Papierversion auf Amazon derzeit nur 4.99 Euro.

 

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