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von Markus Albers

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    Krise? Welche Krise? Warum die Easy Economy gerade jetzt funktioniert

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    Ist in Zeiten von Wirtschaftskrise und Jobangst das mobile und flexible Arbeiten der Easy Economy ein Luxusthema? Diese Frage hatte ich in meinem letzten Blogeintrag gestellt. Daraufhin meldete sich jemand, der es wissen muss: Alexander Greisle ist ein renommierter Arbeitsexperte, hat früher beim Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation gearbeitet und berät heute mit seinem Unternemen work.innovation Kunden von der EU über die Bayer AG bis zur Allianz bei der Konzeption und Umsetzung von neuen Arbeitskonzepten.

    Im work-innovation Blog schreibt Alexander, wie er selbst sagt “über die Trends der Arbeitswelt, gibt Tipps für den Information Worker und beschäftigt sich mit der Informationsgesellschaft”. Er hat aus seiner Beratungspraxis heraus eine Antwort auf meine Frage formuliert. Wer wissen will, warum die Easy Economy nicht nur schön klingende Theorie ist, sondern im täglichen Unternehmensalltag – gerade in der Krise – zu vielen Vorteilen führt, liest seinen sehr spannenden Gastbeitrag:

    “Ist die Easy Economy momentan ein Luxusthema? Nein, im Gegenteil. Sie hilft Unternehmen, die Dinge schnell und effizient anzugehen. Ein paar Gedanken dazu, warum Unternehmen, die heute bereits nach den Prinzipien der Easy Economy arbeiten, Vorteile haben. Und ein Plädoyer dafür, dass es sich für alle anderen lohnt, gerade jetzt loszulegen.

    Beginnen wir mit einem ganz praktischen Beispiel aus meinem Beratungs-Alltag: Ein Kunde setzte in den letzten Wochen mehrere Teams auf, die sich mit unterschiedlichen Auswirkungen und Lösungen der Finanzkrise beschäftigten. Er arbeitet derzeit noch in herkömmlichen Strukturen. Damit die Teams gut zusammenarbeiten können, wurden sie zusammengezogen. Leider sind die Räume noch nicht dafür ausgelegt, genauso wenig wie die Arbeitsplätze.

    Das Resultat sind harte Mehrkosten: für zusätzlich angemietete Räume, für die Planung und Durchführung des Umzugs der Arbeitsplätze und nicht zuletzt der Zeitausfall der betroffenen Mitarbeiter durch das Abbauen und Einrichten der persönlichen Arbeitsplätze.

    Kosten und Aufwände, die komplett erspart geblieben wären, hätten die Büro- und Arbeitsstrukturen bereits nach Easy Economy-Gesichtspunkten funktioniert. Raumstrukturen, Ausstattung und Arbeitsweisen wären genau darauf ausgelegt, binnen einer halben Stunde hätten die Teams ihre Arbeit aufnehmen können. Seien wir ehrlich, gerade in schlechten Zeiten wird das Hauptaugenmerk auf die Kostenseite gelegt. Wenn es auch nicht der Hauptaspekt neuer Arbeitskonzepte sein sollte: Durch Sharing-Szenarien lassen sich Flächen- und Arbeitsplatzkosten sparen, selbst wenn alle Möglichkeiten moderner Büros angeboten werden. Je nach Quote um die 20 %.

    Das soll es jetzt aber gewesen sein mit der Kostenbetrachtung. Intel-Chef Craig Barrett hat die richtige Marschrichtung vorgegeben: “You can’t save your way out of a recession, you have to invest your way out.”

    Neue Ideen genauso wie Lösungen für Krisen- und Entwicklungsszenarien entstehen durch Dialog. Moderne Arbeitskonzepte stellen genau das in den Mittelpunkt, für kreative Sessions genauso wie für die alltägliche Koordination und das konzentrierte Vorantreiben. Sie bieten Flächen und Raummodule und integrieren neue Technologien, unter anderem aus dem Web 2.0 und der Online-Collaboration.

    Nicht zuletzt: Die Easy Economy hat direkte, positive Auswirkungen auf die Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das zeigen sowohl Beobachtungen in Unternehmen, die erfolgreich etabliert haben als auch immer wieder Studien. Zwei aktuelle Zahlen: Gerade hat eine Plantronics-Studie zum Thema Home Office ergeben, dass über zwei Drittel der flexibel arbeitenden Mitarbeiter so motiviert sind, dass sie mehr arbeiten. Erste Ergebnisse der Oxygenz-Studie, die sich mit den Anforderungen der nachrückenden Generation Y beschäftigt, zeigen, dass 78 Prozent der jungen Arbeitnehmer lieber flexibel und mobil als statisch arbeitet.

    Vergessen wir einen weiteren Aspekt nicht: Das Arbeiten in flexiblen Strukturen trainiert die Wendigkeit im Denken und Handeln. Selbst in traditionellen Abteilungen kommt nach ein paar Wochen praktischer Erfahrung die Forderung nach immer weniger Reglementierung und mehr Freiheiten. Die Arbeitsergebnisse sprechen dafür.

    Es stimmt schon, durch Investition in solche neuen Arbeitskonzepte ist noch kein Finanzloch gestopft. Aber sie helfen, dabei schneller ans Ziel zu kommen – in schlechten wie in guten Zeiten. Die Easy Economy ist nichts anderes als ein Werkzeuge für Zeiten, in denen Veränderungen an der Tagesordnung sind.

    Soweit der Gastbeitrag von Alexander Greisle. Was meint Ihr dazu? Alles zu rosig darsgestellt? Oder kennt Ihr Praxis-Beispiele, die seine Thesen stützen?

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