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von Markus Albers

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Immer arbeiten – und nie arbeiten

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Aufregend – nachdem ich die Thesen des Buches gestern zum ersten Mal bei Robert Basic, Jochen Mai und in einigen ausgesuchten Xing-Gruppen vorab veröffentlicht habe, ist die Diskussion unter den Nutzern gleich voll entbrannt. “Tolle Sache”, sagen die einen, “will ich auch”. Die anderen fürchten: “Da hat man ja nie mehr Feierabend.” Hier einige Auszüge aus der Debatte, die vor allem bei Basic Thinking intensiv geführt wird:

Ein wirklich interessanter und toller Artikel, der einen zum träumen verleitet… Ach wäre das schön so einer Tätigkeit nachzugehen…”, schreibt Martin und Franziska ergänzt: Es gibt “genügend Arbeitnehmer, und dazu zähle ich mich ebenso, die Freiräume brauchen. Freiräume, die es zulassen, kreativ zu werden, effizient zu sein und trotz bestimmter Anforderungen besseres zu leisten als in ge-REGEL-ter Arbeitszeit und -ort. Hier stellt sich doch die Frage, kostet der demotivierte Arbeitnehmer dem Unternehmen nicht mehr Geld, wenn er von mindestens acht Stunden gerade mal zwei produktiv ist?” Ein Kommentar auf Karriebibel.de lobt: “Sehr interessanter Artikel von Markus Albers zum Thema ‘Arbeiten im 21. Jahrhundert’.”

Auch Horst findet: “Toller Artikel”, gibt jedoch zu bedenken: “Das Problem dürften aber Chefs sein, die einen Kontrollzwang haben. Davon gibt es leider sehr viele.” Martin Hiegl meint: “Als Einzelkämpfer kommt man nicht weit – das Zusammenspiel mit den Kollegen bringt entscheidende Vorteile, die man im HO so nicht hat.” Und  Andreas F. warnt: “durch die freie Wahl des Arbeitsortes wird die Arbeit an sich nicht weniger (tatsächlich wird danach oft sogar mehr gearbeitet).”

Die Kommentare zeugen von großer Kreativität. So schlägt JAC vor: : “Warum richten Unternehmen nicht so genannte Satellitenbüros ein, in denen Mitarbeiter, ob fest oder frei, auch von unterschiedlichen Unternehmen, arbeiten können?” Und Kerstin Hoffmann berichtet auf Xing von ihrer Zeit auf einer halben Stelle, bei der habe sie “locker die Aufgaben einer ganzen erledigt – weil so gut wie kein Leerlauf da war. Kein sinnloses Herumsitzen und Anwesend-Sein. Und weil ich die Sachen sehr effektiv dann erledigen konnte, wann es mir am besten in den Rhythmus passte und wann es vom Ablauf am sinnvollsten war.”

Was denkt Ihr? Ist die Easy Economy, die auch Festangestellte arbeiten lässt, wann und wo sie wollen, eine gute Idee? Emanzipiert sie uns vom Bürozwang? Oder zwingt sie uns, permanent zu arbeiten, so dass wir gar keinen Feierabend mehr haben?

Der Titel dieses Posts stammt übrigens vom Glücks- und Kreativitätsforscher Mihaly Csikszentmihályi (dem Erfinder des”Flow”). Er beschreibt damit den idealen Arbeitszustand: Man geht so sehr in einer Aufgabe auf, dass man sich permament mit ihr beschäftigt, dies aber gar nicht als Arbeit empfindet. So ähnlich ging es mir beim Schreiben des Buches, z.B. im Bild oben Anfang des Jahres in einem thailändischen Beach-Resort nahe Hua Hin.

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