—Blog

von Markus Albers

RSS Feeds:

Markus Albers on Twitter:

    Ende eines Experiments – was ich für Twitter, Blogs und Facebook schreibe

    twitface

    Bis heute war ich faul in Sachen Social Media. Habe ich etwas getwittert, wurde das automatisch auf Facebook weiter geleitet, wo es als Statusmeldung erschien. Einträge in mein Blog wurden automatisch auch als Tweet veröffentlicht und damit gleichzeitig ebenfalls in Facebook. Für mich war das bequem: Einmal schreiben, drei Plattformen (sogar vier, zählt man beide Blogs). Ein Maximum an Output mit einem (relativen) Minimum an Content. Das ist jetzt vorbei, denn heute mailte mir ein guter Freund, von dessen Meinung ich viel halte.

    Ich solle doch nicht so viel Berufliches in eigener Sache posten, schrieb er, das sehe nach Selbstmarketing aus und gehe anderen Nutzern auf die Nerven. Ups! Ich musste kurz überlegen, was ich zuletzt veröffentlicht hatte: Vorgestern einen Link zu einem Monocle-Artikel von mir, plus der Meldung, dass Berlin in deren City Ranking aufgestiegen ist. Gestern den Link zu einem Stück über mobiles Arbeiten, das an diesem Tag in einer Fachzeitschrift erschienen war – auch von mir. Heute die Mitteilung, dass ich gleich in einem Telekom-Panel mit Norbert Bolz und Claudia Langer sitzen werde. Ich gebe es nicht gern zu, aber: Der Freund hatte recht.

    Andererseits ist meine Website www.markusalbers.com mein Portfolio, da werden nun mal meine Artikel veröffentlicht (sowie gleich getwittert). Ist www.morgenkommichspaeterrein.de die Website zu meinem Buch und da geht es eben um mobiles Arbeiten. Und per Twitter auf eine Konferenz hinzuweisen, an der man teilnimmt, scheint mir eigentlich auch üblich und nützlich. Kurz: Ich dachte ehrlich, das interessiert die Leute.

    Das Problem muss also woanders liegen und ich glaube, es liegt in der Aggregation der verschiedenen Ebenen. Wenn alles auf allen Platformen gleichzeitig erscheint, kann es eben passieren, dass mal drei Tage nacheinander Dienstliches bei Facebook steht – wo andere eher Privates oder Lustiges schreiben. Gleichzeitig scheint mir, dass Menschen, die mir auf Twitter folgen, weil sie mich als Journalist kennen, nicht ständig Konzertfotos von Erobique sehen wollen, und jene, die sich für mein Buch und die Fortschreibung von dessen Ideen interessieren, vielleicht nicht meinen Link auf Clay Shirkys Thesen zur Zukunft der Medien brauchen. Oder doch? Bitte gebt mir Feedback dazu, oder erzählt von Euren Erfahrungen mit diesem Thema, ich bin etwas verunsichert.

    Auf jeden Fall stelle ich jetzt schon mal die automatische Weiterleitung meiner Tweets nach Facebook aus. Wer sich für meine journalistische Arbeit, für die Zukunft der Medien oder fürs Buchthema interessiert, followed mir auf Twitter oder liest eins der beiden Blogs. Auf Facebook gibt es künftig (dann halt seltener) Privates. Mal sehen, wie das so funktioniert. Ab und zu vermischt sich sicher noch manches, aber prinzipiell gilt nun: Verschiedener Content für verschiedene Plattformen. Klingt eigentlich ganz professionell … nur ganz so faul sein kann ich nun nicht mehr.

    Einen Kommentar schreiben